Sportlerin trainiert an der Schrägbank

Bankdrücken ist die Mutter aller Brust-Übungen und findet wohl in praktisch jedem Trainingsplan Anwendung. Wer sich allerdings ausschließlich auf das klassische Flachbankdrücken beschränkt, wird schnell merken, dass die Entwicklung seines Brustmuskels zu wünschen übrig lässt, denn Flachbankdrücken beansprucht vor allem den unteren Teil der Brust. Wer eine rundum ausgebildete Brustpartie vorweisen möchte, kommt deshalb an Schrägbankdrücken nicht vorbei, womit der obere Teil der Brust im Bereich des Schlüsselbeins trainiert wird.

Die Ausführung von Schrägbankdrücken ist unkompliziert, die Übung daher – leichte Gewichte vorausgesetzt – auch für Einsteiger geeignet. Schwere Gewichte sollten dagegen nur von erfahrenen Sportlern und unter Aufsicht bewegt werden, da dass Risiko von der Hantel buchstäblich erschlagen zu werden sonst zu hoch ist.

Eine verstellbare Drückerbank gibt es heutzutage bereits für kleines Geld, so dass für Schrägbankdrücken nicht einmal ein Fitness-Studio aufgesucht werden muss, sondern bequem im eigenen Home-Gym trainiert werden kann.

Schrägbankdrücken (Langhantel) auf einen Blick

  • trainiert die obere Brust
  • für Einsteiger geeignet
  • für das Training zu Hause geeignet
  • Hilfsmittel: Bank mit verstellbarer Rückenlehne, Langhantel, Gewichte

Übungsablauf

Schritt 1: Die Startposition

Bring die Rückenlehne einer verstellbaren Bank in die positiv-schräge Position. Wie schräg du die Lehne einstellst, ist dir überlassen. Es gilt: Je schräger die Lehne, umso mehr wird der obere Bereich deiner Brust trainiert – umso mehr arbeiten allerdings auch deine Schultern mit. Für effektives Training der oberen Brust eignet sich ein Winkel von 45 Grad am besten. Bestück die Hantel links und rechts mit Gewichten.

Lege dich nun auf die Bank und sorge dafür, dass deine Füße fest auf dem Boden oder der dafür vorgesehenen Fußablage stehen, um dir die nötige Stabilität bei der Übungsausführung zu verschaffen. Deinen Rücken und Kopf presst du gegen das Rückenpolster und spannst deinen Körper an. Ergreife nun die Hantelstange im Obergriff, d. h. deine Handgelenke zeigen nach oben. Viele Sportler neigen dazu, die Stange nicht mit ihren Daumen zu umschließen – davon raten wir jedoch ab.

Hol tief Luft, drück die Stange aus ihrer Haltung und beweg sie ein paar Zentimeter nach vorn, so dass sie sich genau über deiner Brust befindet. Streck deine Arme nicht komplett durch, um deine Ellenbogen zu schonen.

Schritt 2: Die Abwärtsbewegung

Bring die Hantel langsam und kontrolliert abwärts in Richtung deines Schlüsselbeins, indem du die Ellenbogen beider Arme absenkst. Oft ist zu beobachten, dass Sportler die Hantel bis zur Brust hinabbringen und dort abfedern lassen, um die anschließende Aufwärtsbewegung zu erleichtern. Davon raten wir ab! Stoppe die Bewegung stattdessen etwa einen Zentimeter vor der Brust. Während der Abwärtsbewegung wird eingeatmet.

Wichtig: Dein Rücken befindet sich im leichten Hohlkreuz und verändert seine Position nicht! Verfalle nicht zu stark ins Hohlkreuz, ansonsten drohen Verletzungen.

Schritt 3: Die Aufwärtsbewegung

Sobald du die Endposition erreicht hast, beginnst du mit der Aufwärtsbewegung und drückst du Hantel dynamisch, aber kontrolliert nach oben aus, indem du beide Arme durchstreckst. Streck die Arme jedoch wieder nicht komplett aus, um deine Ellenbogen zu schonen. Verharre nicht zu lange in der Startposition, um deiner Muskulatur keine unnötige Pause während der Übung zu gönnen. Während der Aufwärtsbewegung wird ausgeatmet, der Rücken verlässt das Polster zu keinem Zeitpunkt! Wenn du das Gewicht nicht mit der Kraft deiner Arm-, Schulter- und Brustmuskulatur sauber bewegen kannst, ist es zu schwer. Abfälschen minimiert den Effekt der Übung und führt zu Verletzungen.

Video zum Schrägbankdrücken

Ergänzende Übungshinweise

Die zwei häufigsten Fehler wurden in der Übungsbeschreibung bereits angerissen: Zunächst ist es von oberster Wichtigkeit, dass du die Auf- und Abwärtsbewegungen kontrolliert ausführst! Das bedeutet: Lass die Hantel nicht kraftlos nach unten sausen und von deiner Brust abfedern, um für die Aufwärtsbewegung Schwung zu holen! Auch der negative Teil der Bewegung, also das Absenken, trainiert deine Muskeln. Führe die Hantel also langsam hinab und stoppe die Bewegung bevor die Stange deine Brust berührt. Das Abfedern minimiert den Trainingseffekt und kann zu Verletzungen führen.

Auch für die Aufwärtsbewegung gilt: Kontrolle ist wichtig! Zwar sollst du die Hantel explosiv ausstoßen, musst dabei aber dennoch stets auf eine saubere Ausführung achten. Wichtig: Weder dein oberer Rücken noch dein Po verlassen ihre Positionen auf dem Sitzpolster! Schaffst du das Gewicht nicht, ist es zu hoch.

Eine Randbemerkung: Einige Sportler neigen dazu, die Hantelstange nicht mir ihrem Daumen zu umschließen, weil sich das Gewicht so ein wenig leichter bewegen lässt. Auch davon raten wir ab. Der Daumen dient der Stabilität und Kontrolle der Hantel und sollte die Stange daher stets umschließen.

Tipps zur korrekten Technik

  • achte auf konstante Körperspannung
  • verfalle nicht zu stark ins Hohlkreuz
  • bring die Hantel kontrolliert und langsam in Richtung Brust herab
  • stopp die Bewegung, bevor die Hantel deine Brust berührt
  • bring die Hantel explosiv, aber kontrolliert zurück nach oben
  • dein oberer Rücken verlässt das Rückenpolster dabei nicht
  • streck deine Arme in der Startposition komplett aus, um deine Ellenbogen zu schonen
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