Ein muskulöser Mann geformt aus Aminosäuren-Pulver

In der Natur gibt es über 400 Aminosäuren. Ganze 23 davon sind proteinogen, das heißt, sie bauen Eiweiße auf. Dazu gehören Arginin, Glycin, Phenylalanin und Glutamin. Da sie ohne Verdauung direkt vom Stoffwechsel verwertet werden, sind sie biologisch besonders hochwertig und tragen zur Leistungssteigerung bei. Nicht nur im Bodybuilding sind sie deshalb von besonderem Interesse. Im Studio findest Du sie in verschiedenen Kombinationen in den Amino-Liquids.

Aminosäuren – Stoffwechsel und Wertigkeit

Proteinstrukturen im Körper unterliegen beim Sport einem gewissen Verschleiß. Je nach Trainingsform und -intensität steigt dadurch der Bedarf an Aminosäuren. Der Körper kann diese jedoch nicht speichern und ist bei einigen daher auf eine externe Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Nimmst Du jetzt Protein in Form von Fleisch, Hülsenfrüchten oder Proteinshakes zu Dir, muss der Körper diese erst zu Aminosäuren spalten, um sie verwerten zu können. Freie Aminosäuren kann er sofort verwerten. Daher haben sie eine höhere biologische Wertigkeit. Das bedeutet, dass Du von den insgesamt aufgenommenen Aminosäuren mehr im Körper einbauen kannst als bei Lebensmitteln mit einer geringeren Wertigkeit. Einige Aminosäuren kann Dein Körper selbst herstellen, einige muss er immer aufnehmen und andere nur in bestimmten Fällen. Daher bezeichnet man diese Aminosäuren als nicht-essenziell, essenziell und semi-essenziell.

Dies sind die semi-essenziellen Aminosäuren:

  • Arginin
  • Cystein
  • Glutamin
  • Tyrosin
  • Serin
  • Glycin

Die essenziellen Aminosäuren sind:

  • Histidin
  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Die übrigen Aminosäuren wie Glutamin, Alanin und Prolin kann der Körper bei Mangel bilden.

Aminosäuren – Funktionen und Rollen im Körper

Aminosäuren übernehmen im Körper verschiedene Funktionen. Sie sind beteiligt an der Regulierung des Blutzuckerspiegels, fördern die Durchblutung oder stärken das Immunsystem. Andere helfen bei der Bildung roter Blutkörperchen oder beeinflussen unsere Seelenlage. Mit einer abgestimmten Mischung für Dein Training kannst Du aber auch Deine Trainingsergebnisse verbessern. Der Vorteil von Aminoliquids gegenüber komplexen Proteinen in der Nahrung ist klar: Du nimmst den puren Nährstoff auf ohne zusätzliche Kalorien oder Cholesterin oder ähnliches.

Und so helfen Dir Aminosäuren beim Training:

  • Förderung des Muskelaufbaus
  • Leistungsbooster
  • mehr Energie durch schnelleren Glykogenaufbau
  • längere Trainingseinheiten möglich
  • schnellere Regeneration und weniger Verletzungen
  • Schutz Deines Immunsystems
  • Energiekick im Kopf

Einen Mangel an bestimmten Aminosäuren äußert Dein Körper über verschiedene Symptome. Dazu gehören Müdigkeit und Leistungsabfall im Training, aber auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte und recht lange Regenerationszeiten.

Einige Aminosäuren im Portrait

Die essentielle Aminosäure Leucin ist wesentlich für den Muskelaufbau, da sie den Startschuss gibt für die chemischen Prozesse, die zum Muskelwachstum führen. In Verbindung mit Glucose wirkt sie auf den Insulinspiegel im Blut. Insulin sorgt unter anderem dafür, dass die aufbauenden Aminosäuren besser in den Muskel transportiert werden. Daher ist eine Kombination von kurzkettigen Kohlenhydraten und Leucin direkt nach dem Training sehr effektiv. Besonders viel Leucin ist enthalten in Rindfleisch, Hähnchenbrust, Lachs und Ei.

Glutamin ist nicht-essenziell, spielt aber beim Muskelaufbau ebenfalls eine große Rolle. Im Rahmen des Trainings steigert es die Zellhydration und somit das Zellvolumen. Das macht den Muskel härter. Außerdem wirkt sich Glutamin positiv auf die Ausschüttung von Wachstumshormonen aus. Auch bei der Einlagerung von Glykogen in den Muskel ist es beteiligt. Daher sorgt die Einnahme dieser Aminosäure nach dem Muskelaufbau-Training auch für ein schnelles Auffüllen der Energiespeicher des Muskels. Besonders reich an Glutamin sind Milchprodukte und rohes oder geräuchertes Fleisch.

Die semi-essenzielle Aminosäure Arginin verbessert die Durchblutung und die Pumpleistung des Herzens. Dieser Effekt ist nicht nur für Kraftsportler interessant sondern auch für alle Ausdauersportler. Darüber hinaus stärkt Arginin das Immunsystem und fördert über die Anregung von Wachstumshormonen den Fettstoffwechsel. Letzteres kommt allen zupasse, die im Training eine Fettreduktion anstreben. Haferflocken, Walnüsse und Thunfisch enthalten besonders viel dieser Aminosäure.

Wie wirken sich Aminosäuren auf den Muskelaufbau aus?

Als Bestandteile von Eiweiß sind Aminosäuren für viele Stoffwechselprozesse und somit das Zellwachstum von Bedeutung. Zum Beispiel steigern sie die Leistung des Herzens, senken den Blutdruck oder fördern die Regeneration der Muskeln.

Das Besondere an den Aminosäuren ist, dass sie – anders als Eiweiß – bereits aufgespalten sind und somit vom Körper schneller absorbiert werden können. Dies kannst Du beim Muskelaufbau nutzen. Während der Beanspruchung durch das Training holt sich der Körper die notwendige Energie aus dem Eiweiß in den Muskeln. Er hat daher nach dem Training einen erhöhten Bedarf an Eiweiß und Aminosäuren. Willst Du den Aufbau von Muskeln unterstützen, solltest Du daher gleich nach einer Trainingseinheit Aminosäuren zu Dir nehmen. Der Körper kann sie dann schnell absorbieren und zur Regeneration der Muskeln nutzen. Eine schnelle Regeneration wiederum unterstützt den Muskelaufbau. Besonders effektiv sind die BCAA (Branched Chain Amino Acids), die zweikettigen Aminosäuren bestehend aus Leucin, Isoleucin und Valin. Sie gelangen direkt in die Muskeln und müssen nicht den Umweg über die Leber durchlaufen wie die anderen Aminosäuren. BCAA gibt es zum Beispiel hier zu kaufen.

Ob man Aminosäuren über die Nahrung, als Nahrungsergänzungsmittel oder durch Proteinshakes zu sich nimmt, ist abhängig von der jeweiligen Situation, der Trainingsphase und den sportlichen Zielen. Eins ist jedoch eindeutig: Aminosäuren sind die wahren Stars der Muskelaufbau-Ernährung.

Aminosäuren – Ein Fazit

Das solltest Du über die frei verfügbaren Eiweißbausteine wissen:

  • sofort für den Körper verfügbar
  • es gibt essenzielle, semi-essenzielle und nicht-essenzielle Aminosäuren
  • optimale Versorgung steigert Leistung, Trainingsergebnis und Stoffwechselabläufe

Bildquelle: istockphoto.com / designer491

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