Diäten & Abnehmen

Trainings- und Ernährungsplan für mehr Definition

Wenn du fit für den Sommer werden und am Badesee mit einem Sixpack beeindrucken willst, dann solltest du dich an diesen Trainings- und Ernährungsplan halten.


Trainings- und Ernährungsplan für mehr Definition

Wenn du fit für den Sommer werden und am Badesee mit einem Sixpack beeindrucken willst, dann solltest du dich an unseren Trainings- und Ernährungsplan für Definition halten. Die tollsten Muskeln bringen dir nichts, wenn sie unter eine Schicht aus Fett verborgen liegen. Wer aussehen will wie die Fitnessmodels auf unseren Fotos, muss daher nicht nur Muskeln auf-, sondern vor allem Fett abbauen. Dazu sind drei wichtige Faktoren nötig: Diät, Training und Erholung.

Faktor 1: Zyklische Diät

Eine Diät ist der erste und vielleicht wichtigste Faktor deines Abnehmprogramms. Zu einer Diät gehört, dass du all deine Mahlzeiten strikt planst, dich streng an deinen Plan hältst, aber auch stets auf deinen Körper hörst und gegebenenfalls Änderungen am Plan vornimmst. Eine der beliebtesten Methoden, Diät zu halten ohne zu leben wie ein Mönch, ist das sogenannte „Carb Cycling“. Hinter dem Begriff verbirgt sich die zyklische Aufnahme von Kohlenhydraten. Üblicherweise wird einige Tage massiv an Kohlenhydraten gespart, bevor du ein oder zwei Tage lang laden kannst. Während der mageren Tage wird durch den Kohlenhydratmangel deine Kalorienzufuhr stark heruntergefahren, wodurch dein Körper beginnt, Fett zu verbrennen – sogar in Ruhephasen. Irgendwann stellt der Körper sich jedoch auf die niedrigere Kalorienmenge ein und bremst den Stoffwechsel aus, um Energie zu sparen. Hier kommen die Ladetage ins Spiel: Indem du deine Kalorienzufuhr für kurze Zeit wieder erhöhst, signalisierst du deinem Körper, dass er deinen Stoffwechsel auf Hochtouren laufen lassen kann und verbrennst anschließend weiter munter deine Fettpolster. Um eine zyklische Diät zu planen, solltest du dir zunächst überlegen, an welchen Tagen du viele und an welchen Tagen du wenige Kohlenhydrate zu dir nehmen willst. Unser Tipp: An schweren Trainingstagen, an denen z. B. deine Beine auf dem Plan stehen, solltest du viele Kohlenhydrate essen, an leichteren Trainingstagen moderat viele und an den Pausentagen am wenigsten. Als nächstes musst du dir überlegen, wie viele Kohlenhydrate denn eigentlich viel sind und wie viele wenig, wie viele Kohlenhydrate du also an den jeweiligen Tagen isst. Als guter Richtwert gilt:

  • Tage mit wenig Kohlenhydraten: 1 bis 1,5 Gramm pro Kilo Körpergewicht
  • Tage mit moderat-vielen Kohlenhydraten: 2 bis 2,5 Gramm pro Kilo Körpergewicht
  • Tage mit vielen Kohlenhydraten: 4 Gramm pro Kilo Körpergewicht Wichtig ist zudem, dass du mindestens ein Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht zu dir nimmst, im späteren Verlauf der Diät eher 1,5 Gramm. 20 bis 30 Prozent deiner Nahrung sollten außerdem aus gesunden Fetten bestehen. Das ist vor allem an den Low-Carb-Tagen wichtig, um deinen Körper mit genügend Energie für das Training zu versorgen.

Faktor 2: Training

Wer abnehmen will, denkst zunächst an eine Diät. Aber auch das Training spielt eine enorm wichtige Rolle im Abnehmprozess. Denn wenn du durch bloßes Diäten abnimmst, wird ein großer Teil deines verlorenen Gewichts Muskulatur sein – und nicht Fett. Muskelaufbautraining hilft dir, bei Abnehmen deine Muskulatur aufrecht zu erhalten. Konzentriere dich daher nicht nur auf deine Ernährung, sondern ebenso ehrgeizig auf deine Work-outs. Gibst du in jedem Training wirklich alles? Nutzt du jede Minute im Fitness-Studio aus? Wie lang sind deine Pausenzeiten? Die sollten nämlich möglichst kurz sein, um deinen Stoffwechsel in Fahrt zu bringen und damit auch noch nach dem eigentlichen Training Kalorien zu verbrennen. Nichts ist im Training ein größerer Negativfaktor für das Abnehmen als zu lange Pausen! Anfänger sollten zwischen großen Übungen wie Kreuzheben oder Kniebeugen zwei Minuten pausieren, nur eine Minute zwischen kleineren Übungen. Fortgeschrittene sollten die Pausen sogar noch verkürzen, auf maximal eine Minute. Weitere Tipps für dein Training, die den Fettabbau begünstigen

  • Trainiere öfter, am besten jede Körperpartie zweimal pro Woche.
  • Senke das Trainingsvolumen pro Einheit. Wenn du jede Körperpartie zweimal pro Woche und mit kurzen Pausen trainierst, genügen 12 Sätze für große Muskelgruppen wie Brust, Rücken und Schenkel und neun Sätze für kleine Muskelgruppen wie Arme oder Schultern vollkommen.
  • Lass dein Ego zu Hause. Hier geht es nicht darum, das größte Gewicht zu heben, sondern im Sommer einen definierten Körper zu haben. Erhöhe stattdessen die Wiederholungszahlen ein wenig. 8 bis 12 sind das Minimum, besser sind 10 bis 15.
  • Trainiere stets bis zum Muskelversagen.

Faktor 3: Erholung

Fett zu verlieren und dabei Muskulatur zu erhalten ist ein komplizierter Prozess. Der Schlüssel zum Erfolg ist genügend Erholung, vor allem Schlaf, und wenig Stress. All deine Erfolge im Gym und der Küche sind für die Katz, wenn du dich nicht ausreichend regenerierst.

  • Während du schläfst, kümmern sich wichtige Hormone wie das Wachstumshormon darum, deinen Körper zu reparieren.
  • Acht Stunden Schlaf pro Nacht sind daher das absolute Minimum. Zudem solltest du jeden Morgen zur selben Zeit aufstehen, um deinen Schlaf-, Trainings- und Mahlzeitenrhythmus nicht durcheinanderzubringen – auch an den Wochenenden!
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist, wie du mit Stress umgehst. Natürlich kannst du Stress nicht komplett vermeiden, aber versuchen, ihn zu reduzieren und angemessen damit umzugehen.

Nutze Synergieeffekte

Training, Ernährung und Erholung müssen wie eine Einheit funktionieren, dann kannst du Synergieeffekte nutzen. Synergien – das bedeutet, dass alle drei Faktoren sich gegenseitig beeinflussen. Genug Regeneration führt z. B. zu besserem Training, eine ausgewogene Ernährung ebenfalls – und umgekehrt natürlich auch: Wer nicht schwer genug trainiert, verbrennt zu wenige Kalorien, weshalb der Ernährungsplan nicht mehr funktioniert, usw. Alle drei Faktoren sind miteinander verbunden – vergiss das nicht!

Unser beispielhafter Ernährungs- und Trainingsplan

Die nun folgenden Pläne sind beispielhaft und folgen den Hinweisen und Ratschlägen aus diesem Artikel. Der Trainingsplan eignet sich hervorragend, um Fett abzubauen und Muskeln zu erhalten oder gar aufzubauen. Der Ernährungsplan ist auf einen durchschnittlichen, 90 Kilo schweren Sportler ausgerichtet, dessen mittelfristige Zielstellung ein Körperfettgehalt von 10 Prozent ist. Für kohlenhydratreiche, -arme und moderate Tage ist je eine Beispielfolge von Menüs aufgelistet. Da die aber schnell langweilig werden, wirst du den Plan mit eigenen Ideen adaptieren müssen. Generell ist der unten abgebildete Plan nur ein grobes Modell. Jeder Körper reagiert anders, und wenn du weniger oder mehr als 90 Kilo wiegst, musst du auch weniger oder mehr essen, usw. Wichtig ist, dass du dich mit deiner Ernährung auseinandersetzt und das oben beschriebene Grundprinzip der zyklischen Diät befolgst – und zwar diszipliniert.

Der Ernährungsplan

Tage mit vielen Kohlenhydraten

  • Mahlzeit 1: 100g Haferflocken, 5 Eiklar, 2 ganze Eier
  • Mahlzeit 2: 170-230g Geflügelbrust, Salat, Gemüse, Dressing mit 2 Esslöffel Öl, 300g gekochter Reis, 30g Nüsse
  • Vor dem Training: 1 Apfel, 1 Messlöffel Proteinpulver oder 6 Eiklar
  • Nach dem Training: 2 Messlöffel Proteinpulver, 100g Beeren
  • Mahlzeit 3: 170-230g Geflügelbrust oder Fisch, 230g Süßkartoffeln, 150-200g grünes Gemüse

Tage mit moderat-vielen Kohlenhydraten

  • Mahlzeit 1: 60g Haferflocken, 5 Eiklar, 2 ganze Eier
  • Mahlzeit 2: 170-230g Geflügelbrust, Salat, Gemüse, Dressing mit 2 Esslöffel Öl, 200g gekochter Reis, 30g Nüsse
  • Vor dem Training: 1 Apfel, 1 Messlöffel Proteinpulver oder 6 Eiklar
  • Nach dem Training: 2 Messlöffel Proteinpulver, 100g Beeren
  • Mahlzeit 3: 170-230g Geflügelbrust oder Fisch, 230g Süßkartoffeln, 150-200g grünes Gemüse

Tage mit wenig Kohlenhydraten

  • Mahlzeit 1: 30g Haferflocken, 5 Eiklar, 2 ganze Eier
  • Mahlzeit 2: 170-230g Geflügelbrust, Salat, Gemüse, Dressing mit 2 Esslöffel Öl, 100g gekochter Reis, 30g Nüsse
  • Vor dem Training: 1/2 Apfel, 1 Messlöffel Proteinpulver oder 6 Eiklar
  • Nach dem Training: 2 Messlöffel Proteinpulver, 100g Beeren
  • Mahlzeit 3: 170-230g Geflügelbrust oder Fisch, 100g Süßkartoffeln, 400g grünes Gemüse

Der Trainingsplan

Für optimale Regeneration empfehlen wir folgenden Wochen-Split:

  • Montag – Tag 1
  • Dienstag – Tag 2
  • Mittwoch – Pause
  • Donnerstag – Tag 3
  • Freitag – Tag 4
  • Samstag – Pause
  • Sonntag – Pause Absolviere an den Pausentagen je eine lockere, 30-minütige Ausdauereinheit.
Tag 1 – Übungen Warm-up Sätze/Wdh. Pausen
LH-Schrägbankdrücken 2x12 3x8-12 60
Kurzhanteldrücken 3x8-12 60
weite Klimmzüge 2x12 3x8-12 60
KH-Rudern 3x8-12 60
KH-Schulterdrücken 1x12 3x8-12 60
Crunches 3x20 30
Beinheben im Hängen 3x20 30
Tag 2 – Übungen Warm-up Sätze/Wdh. Pausen
Langhantelcurls 2x12 3x8-12 60
Stirndrücken 2x12 3x8-12 60
Wadenheben sitzend 1x12 3x8-12 60
LH-Kniebeugen 2x12 3x8-12 120
Ausfallschritte 3x8-12 60
Beincurls 3x8-12 60
Cross Crunches 3x20 30
Beinheben liegend 3x20 30
Tag 3 – Übungen Warm-up Sätze/Wdh. Pausen
KH-Schrägbankdrücken 2x12 3x8-12 60
LH-Flachbankdrücken 3x8-12 60
enge Klimmzüge 2x12 3x8-12 60
LH-Rudern vorgebeugt 3x8-12 60
Military Press 1x12 3x8-12 60
aufrechtes Rudern 3x8-12 60
Crunch 3x20 30
Beinheben hängend 3x20 30
Tag 4 – Übungen Warm-up Sätze/Wdh. Pausen
SZ-Scottcurls 2x12 3x8-12 60
Bankdrücken eng 2x12 3x8-12 60
Wadenheben 1x12 3x8-12 60
Beinstrecken 2x12 3x8-12 60
Beinpressen 2x12 3x8-12 90
Kreuzheben 3x8-12 60
Cross-Crunches 3x20 30
Beinheben liegend 3x20 30

Bildquelle: iStockphoto.com / Jasminko Ibrakovic

Haeufig gestellte Fragen

Was ist Carb Cycling?
Carb Cycling ist eine zyklische Diaet, bei der sich Tage mit vielen, moderaten und wenigen Kohlenhydraten abwechseln. An schweren Trainingstagen isst man etwa 4 Gramm Kohlenhydrate pro Kilo Koerpergewicht, an leichten Tagen 2 bis 2,5 Gramm und an Pausentagen nur 1 bis 1,5 Gramm.
Wie wichtig ist Erholung in der Definitionsphase?
Erholung ist ein Schluesselfaktor. Mindestens acht Stunden Schlaf pro Nacht sind das absolute Minimum. Waehrend des Schlafs kuemmern sich Wachstumshormone um die Reparatur des Koerpers. Auch Stressreduktion ist wichtig, da alle Erfolge im Training und der Kueche ohne ausreichende Regeneration verpuffen.
Wie kurz sollten die Pausen zwischen den Saetzen sein?
Anfaenger sollten zwischen grossen Uebungen wie Kreuzheben oder Kniebeugen zwei Minuten pausieren und nur eine Minute zwischen kleineren Uebungen. Fortgeschrittene sollten die Pausen auf maximal eine Minute verkuerzen, um den Stoffwechsel in Fahrt zu bringen und auch nach dem Training Kalorien zu verbrennen.